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Was ist zu tun, wenn die Eileiter geschädigt sind und Eizelle und Spermien nicht zusammenkommen können?

In solchen Fällen, bei denen die Eileiter auf beiden Seiten zerstört waren, galt eine Frau bis in die 70iger Jahre des letzten Jahrhunderts als hoffnungslos steril. Erst die erfolgreiche Entwicklung und Etablierung der Behandlung durch künstliche Befruchtung konnte dieses Problem beheben. Für die künstliche Befruchtung, auch In – Vitro - Fertilisation genannt oder Reagenzglasbefruchtung, wird die Frau einer ovariellen Stimulationsbehandlung unterzogen. Hierfür werden ihr Medikamente, sog. Gonadotropin-Präparate, in regelmäßigen zeitlichen Abständen unter die Haut als Spritzen verabreicht, die dann dazu führen, dass in einem Monat in jedem Eierstock mehrere Eibläschen heranwachsen. In jedem dieser Eibläschen befindet sich dann eine befruchtungsfähige Eizelle. Wenn der richtige Zeitpunkt erreicht ist, werden im Rahmen einer ambulant durchzuführenden Operation (dies kann in Narkose oder aber auch in leichter Betäubung durchgeführt werden) die Eizellen von der Scheide aus unter Ultraschallkontrolle abgesaugt. Die Eizellen werden dann wiederum mit dem aufbereitenden Ejakulat des Mannes zusammengebracht.

Die Befruchtung findet dann von selbst im Reagenzgläschen statt. Nach 24 Stunden bereits kann man überprüfen, ob der Befruchtungsvorgang in Gang gekommen ist. Weitere 24 – 48 Stunden später werden dann 2, maximal 3 Embryonen in die Gebärmutterhöhle über einen weichen Kunststoff - Katheter eingesetzt.

Über die Zahl der zurückzusetzenden Embryonen sollte man vorher schon ausführlich sprechen. Vor allem bei jüngeren Frauen empfiehlt es sich, nicht mehr als 2 Embryonen zurückzusetzen, da sonst die Möglichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft, vor allem einer Drillingsschwangerschaft  zu hoch erscheint. All diese Dinge müssen ausführlich vor Beginn der Behandlung besprochen werden. 

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